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AEDs - Was man wissen sollte

Was bedeutet die Abkürzung AED?

Patientendaten Speicherkarte

Automatisierter externer Defibrillator.

Was ist ein AED?

Ein Gerät zu Abgabe eines elektrischen Impulses durch den Brustkorb zum Herzen. Das Gerät analysiert dabei den Herzrhythmus des Patienten und entscheidet, ob eine Defibrillation notwendig ist und ermöglicht dem Anwender schließlich diese durchzuführen. Audiovisuelle Anwendungen führen den Anwender durch diesen Prozess.

Wie funktioniert ein AED?

Ein Mikroprozessor im AED analysiert den Herzrhythmus des Patienten über Klebeelektroden, die jeweils wie auf den Elektroden dargestellt auf den Brustkorb des Patienten aufgeklebt werden und zeigt dem Benutzer an, ob ein Schock empfohlen wird oder nicht. Dieser Schock wird nur bei Kammerflimmern (unkoordinierte elektrische Aktivität des Herzens ohne Blutauswurf) oder schneller ventrikulärer Tachykardie (lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung) bei der ebenfalls kein Blut mehr aus dem Herzen ausgeworfen werden kann empfohlen. Wie auch beim Kammerflimmern kann dieser Zustand durch einen elektrischen Impuls behoben werden. Mittels der oben genannten selbstklebenden Elektroden wird dieser Impuls durch den Brustkorb des Patienten zum Herzen geleitet.

Wann wird ein AED eingesetzt?

Wenn der Patient ohne Bewusstsein, ohne Atmung und ohne Kreislaufzeichen ist. Normal pumpt das Herz ununterbrochen Blut in den Körper und das Hirn. Das Herz beginnt zu flimmern und pumpt kein Blut mehr in den Körper und das Hirn.

Wie viel Zeit hat man um einen AED anzuwenden?

Studien haben belegt, dass Patienten mit beobachtetem Herz-Kreislauf-Stillstand und dem Initialbefund von Kammerflimmern im EKG zu 70-90 % potentiell wiederbelebbar sind und dieses Ereignis auch ohne neurologische Schaden überleben können. Diese Überlebenschance nimmt jedoch mit jeder Minute, die bis zum Einsetzen der rettenden Therapiemaßnahme vergeht, um bis zu 10% ab. Dies bedeutet, dass bereits 10 Minuten nach Eintreten eines Herz-Kreislauf-Stillstands kaum noch eine Überlebenschance für diese Patienten besteht. In Fällen eines plötzlichen Herzstillstandes gibt es nur eine Rettung, die unmittelbare Defibrillation, bei der das Herz mit dosierten Elektroschocks reanimiert wird, sowie sofortige Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. 60% der lebensbedrohlichen Vorfälle ereignen sich zu Hause. Der wichtigste Schutz für Risikopatienten ist daher die Verfügbarkeit von Defibrillatoren in ihrer persönlichen Umgebung: zu Hause, am Arbeitsplatz, auf Reisen.

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