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Salz und Blutdruck - Gefahr oder Mythos?

Zurzeit findet sich in der Tagespresse verstärkt die Empfehlung, sich salzarm zu ernähren. Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass die Umstellung auf salzarme Kost keineswegs immer gesund ist,sondern mit erheblichen ungünstigen Stoffwechseleffekten einhergehen kann. Zudem registrieren Forscher eine erhöhte Todesrate bei Menschen mit unterdurchschnittlichem Salzkonsum.

US-amerikanische Wissenschaftler wollten es genau wissen:
Sie untersuchten 13 Jahre lang die Ernährungsgewohnheiten von mehr als 7.000 Freiwilligen, um die Auswirkungen von Salz (NaCl) auf die Gesundheit zu ermitteln. Im Rahmen dieser so genannten “NHANES II”- Studie (Second National Health and Nutrition Examination Survey) wurden zwei Gruppen von Probanden unterschieden: zum einen Studienteilnehmer, die durchschnittlich mehr als sechs Gramm Salz täglich mit der Nahrung aufnehmen - und zum anderen Personen, die im Mittel weniger als sechs Gramm NaCl pro Tag verzehren.

Dabei zeigte sich ein klares Ergebnis:
Bei den Probanden, die mehr als sechs Gramm Salz täglich aufnahmen, waren statistisch deutlich weniger Todesfälle durch Herz-Kreislauf-Komplikationen zu verzeichnen als bei denjenigen mit niedrigerem Salzkonsum. Wichtig dabei: Das Ergebnis war in allen Alters- und Gewichtsgruppen gleich, und es spielte auch immer eine Rolle, wie gesund sich die Studienteilnehmer ansonsten ernährten. Ebenso erwies sich der Befund unabhängig davon, welchen Blutdruck- und welche Cholesterinspiegel die Testperson hatten und ob sie sportlich aktiv waren.

Zu einem ähnlichen Ergebniskamen im vergangen Jahr Forscher vom US-amerikanischen “Salt Institute”. Sie zeigten anhand einer globalen Patientendatenbank (“Global Cardiovascular Infobase”, Kanada), dass die Todesfälle aufgrund von Herz- und ‘Gefäßkrankheiten in Ländern mit steigendem Salzkonsum (z.B. USA, England, Schweden) in den vergangen 30 Jahren stärker zurückgegangen sind als in Ländern mit abnehmendem Salzverzehr. Sie widerlegten damit die These finnischer Wissenschaftler, die einen reduzierten Salzkonsum in ihrem Land als Ursache für den Rückgang bestimmter Herz- und Gefäßerkrankungen ausgemacht hatten.

Es ist also zumindest fraglich, ob eine salzarme Ernährung tatsächlich gesund ist - und nicht möglicherweise mit erheblichen Risiken und Nebenwirkungen, insbesondere für die Herz- und Gefäßgesundheit, verbunden ist.

Tatsache ist:
Nicht alle Stoffwechseleffekte sind günstig, die Blutfette etwa steigen unter salzarmer Kost an. Das belegt beispielweise eine groß angelegte Studie, die für die sogenannte “Cochrane Collaboration”, ein internationales Forschernetzwerk, durchgeführt wurde. Die Mediziner stellten fest, dass bei einer deutlichen Einschränkung der Salzzufuhr die Cholesterinspiegel im Blut um mehr als zehn Milligramm je Deziliter ansteigen. Gleichzeitig wurde beim LDL-Cholesterin, das für die Ausbildung arteriosklerotischer Krankheiten verantwortlich gemacht wird, ein um mehr als sechs Milligramm je Deziliter höherer Wert festgestellt.

Bei allgemeinen Ernährungsempfehlungen wie “Ernähre dich salzarm!” ist also Vorsicht geboten. Nicht nur der potenzielle Nutzen solcher Maßnahmen sollte bewertet werden, sondern auch Risiken. Und die sind - das zeigen aktuelle wissenschaftliche Studien - oft nicht unerheblich.

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